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SachsenTip
  Der Große Garten in Dresden

Stand: 29. Oktober 2000

Mehr als drei Jahrhunderte ist es her, als die Felder zwischen Strehlen, Gruna und der Pirnaischen Vorstadt als Grundstock für den Großen Garten angekauft wurden. Im Jahre 1676 wird auch Johann Georg Starckes Palaisbau inmitten der Aleen, als bedeutendes Beispiel des frühen deutschen Barocks erstmals erwähnt. Errichtet wurde der Sommerbau einst als Palais für den Kurprinzen Johann Georg III. Die ursprünglich dem Renaissance-Stil angelehnte Gartenanlage erfuhr im Laufe der Jahre zahlreiche Umgestaltungen, die jeweils dem Modetrend der Zeit entsprachen. Vorbild waren hierfür sowohl der französische Barock als auch der konservativ-englische Stil beziehungsweise die Epoche der Romantik. Doch der Große Garten blieb nicht von Schicksalsschlägen verschont. Der Siebenjährige Krieg und die Napoleonischen Befreiungskriege hinterließen an Gebäuden und Statuen ihre zerstörerischen Spuren.

Im Jahre 1814 öffnete Generalgouverneur Fürst Repnin Wolkonski den Großen Garten für die Bevölkerung, und ab Mitte des 19. Jahrhunderts etablierten sich zahlreiche Zerstreuungsmöglichkeiten für die Besucher. Dazu gehörten unter anderem Zoologischer Garten, Bürgerwiese und Carolasee. Im Jahre 1890 erhielt der Botanische Garten seinen endgültigen Standort. 1926 wurde der nach einem Entwurf von Hans Poelzig gefertigte Mosaikbrunnen aufgestellt. Als Dresden am 13. Februar 1945 in Schutt und Asche versank, wurden auch Gebäude und Gärtnerische Anlagen im Großen Garten durch Brandbomben zerstört.

Anfang der 50er Jahre wird das größte Naherholungszentrum der Dresdner unter Wahrung der barocken Grundstruktur als Sport- und Volkspark der Bevölkerung übergeben. Pioniereisenbahn, Freilichtbühne, Puppen- und Parktheater sorgten für die Unterhaltung der Besucher. In dieser Zeit wurde auch mit der Restaurierung des Palais begonnen. Für Handwerker und Kunstschaffende gab es in den Räumen viel zu tun. Noch immer wird hier umfassend rekonstruiert. Seit 1993 ist die Liegenschaft im Besitz des Freistaates Sachsen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich Sachsens erstes Barockbauwerk wieder in alter Schönheit im Palaisteich spiegelt.

Heute ist der Große Garten mit einer Fläche von etwa zwei Quadratkilometern die größte, älteste und beeindruckendste Grünanlage Dresdens und ein Freizeitdorado für alt und jung. Hier ist Gelegenheit zum Lustwandeln auf schattigen Wegen und zum Spazierengehen unter alten Bäumen. Eine Fahrt mit der Mini-Eisenbahn ist genauso ein Erlebnis wie das Gondeln auf dem Carolasee oder ein Besuch im Zoologischen Garten. Im Botanischen Garten sind eine Fülle von exotischen Pflanzen zu sehen.

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