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SachsenTip
  Burg Mildenstein in Leisnig

Stand: 29. Oktober 2000

Oberhalb des kleinen Städtchens Leisnig auf einem Felsen gelegen, deren Ursprünge auf die Eroberungszüge König Heinrichs I. zurückgehen, das ist die Burg Mildenstein. Besagter Herrscher errichtete um das Jahr 930 im Leisniger Gebiet sogenannte Burgwardeien, die noch überwiegend aus Holz gebaut wurden. Erst im Laufe der Jahrhunderte erhielt die Burg ihr Gepräge als Landesfestung und -domäne, die ein kurfürstlicher Vogt bewirtschaftete. Es folgten Zeiten der Besatzung durch schwedisch-polnische Truppen von 1706-1707, und die Burg wurde Residenz von Stanislaw Leszcynski, dem polnischen Gegenkönig von August dem Starken. Blick von der Burg auf Leisnig
Kirche in Leisnig Anfang des 18. Jahrhunderts waren die Kämpfe um Ruhm, Besitz, Macht und Ehre vorbei. Burg Mildenstein wurde bis 1952 kurfürstliches Amtsgericht und Gefängnis. An diese Zeit erinnern heute noch Zellen mit dicken Eisentüren, die jetzt als Magazin für Zinngeschirr und Waffen aller Art dienen. Kirche in Leisnig
Seit 1993 ist die Burg Schloßbetrieb des Freistaates Sachsen. Verschiedene Fördertöpfe machten es möglich, daß immer wieder finanzielle Mittel für Reparaturen und Restaurierungsarbeiten flossen. So wurde inzwischen der wunderschöne historische Kornhausboden mit seiner einmaligen Dachstuhlkonstruktion aus dem Jahre 1380 wieder hergerichtet. Mit seinen weißen Wänden, dem glänzenden Parkett und der raffinierten Beleuchtung ist er ein idealer und überaus begehrter Ausstellungsraum, nicht nur für Künstler aus Sachsen.
Die Gewölberäume des Herrenhauses dagegen präsentieren sich eher schlicht, ja fast spartanisch. Sie bilden damit eine wirkungsvolle Kulisse für Fotoausstellungen. Jene Räume, die einen Einblick in das Leben vergangener Zeiten gestatten, sind dagegen rustikal ausgestattet. Sie harmonieren mit Ausstellungsstücken wie Bauernschlafzimmer mit Schrank, Betten und Truhen. Gezeigt wird hier neben alten Schuhmacherwerkzeugen auch der weltgrößte Stulpenstiefel. Auch architektonisch hat die Burg so einiges zu bieten. Kirche in Leisnig
Erwähnenswert ist hier neben dem ältesten romanischen Tor im Landkreis auch die Ruine des alten Wehrturms mit 3,60 Meter dicken Mauern. Ein ganz besonderes Schmuckstück ist die spätromanische Burgkapelle Sankt Martini. In den Mauern des ältesten erhaltenen Baudenkmal des Landkreises Döbeln finden unter anderem auch Konzerte statt. Alter Wehrturm
Alljährlich zur Sommerszeit treiben auf dem Burggelände Spielleute und Gaukler, Marktweiber und Ritter ihr Unwesen. Der Besucher kann dann Mittelalter live erleben
Öffnungszeiten:
April bis Oktober
Dienstag – Sonntag 9.00 – 17.00 Uhr
November bis März
Dienstag – Freitag 9.00 – 16.00 Uhr
Samstag, Sonntag 9.00 – 17.00 Uhr
Anschrift:
Burg Mildenstein
Burglehn 6
04703 Leisnig
Telefon: (03 43 21) 1 26 52
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