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SachsenTip
  Schloß Pfaffroda

Stand: 26. Oktober 2000

Das im schönen Bielatal gelegene Pfaffroda hat nicht nur ein bemerkenswertes Schloß sondern auch eine interessante Geschichte zu bieten. Anfang des 13. Jahrhunderts drangen Weltgeistliche des Klosters Ossegg von Sayda ins Bielatal vor und legten auf einem Felsvorsprung den Hof Pfaffroda an. Das Gebiet blieb bis 1650 mit der Herrschaft Purschenstein vereint. 1445 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Pfaffroda und Schönfeld in einer Besitzurkunde der Herrschaft von Schönberg auf Purschenstein. In den Jahren 1575 bis 1578 wurde das Schloß unter Caspar von Schönberg und Barbara geb. von Bünau gebaut. Noch heute ist das schöne Renaissanceportal mit Gedenkspruch und Allianzwappen am Südwestgiebel des Schlosses aus dem Jahre 1578 erhalten.

Während des Dreißigjährigen Krieges fielen Kaiserliche in Pfaffroda ein. Dabei wurde auch das Schloß in Mitleidenschaft gezogen. Im Jahre 1643 zerstörten die Schweden die Kirche, Teile des Schlosses und zahlreiche Häuser des Ortes. 1650 kaufte der Oberberghauptmann Georg Friedrich von Schönberg die Herrschaft Pfaffroda. Im Laufe der Jahrhunderte blieb das Schloß im Besitz derer von Schönberg. Neben Instandhaltungsarbeiten wurden auch Veränderungen am Gemäuer durchgeführt. Dazu gehörte 1705 die Anbringung einer Sonnenuhr im Schloßhof. Heute wird das Schloß teilweise als Altenheim genutzt, und im Südwestteil befindet sich ein Café. Der Schloßpark und die in der Nähe angelegten Teiche bilden vor allem im Sommer eine reizvolle Kulisse für Erholungssuchende und Touristen. Ein interessantes Bauwerk ist auch die sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses befindliche Kirche, welche über eine Silbermannorgel verfügt.

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