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SachsenTip
  Sachsenburg

Stand: 26. Oktober 2000

Damals wurden im Zschopautal silberhaltige Blei- und Kupfererze entdeckt. Diese Tatsache hatte bald einen ergiebigen Bergbau zur Folge. So entstand auf dem unmittelbar beim Dorf Sachsenburg gelegenen Treppenhauer, in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Bergstadt Bleiberg. Die Sachsenburg wurde erstmalig im Jahre 1197 urkundlich erwähnt. Während der Blüte des Bergbaus war die Burg in markgräflichem Besitz. Nach dem Ende der ersten Bergbauperiode hatte Markgraf Friedrich, der Strenge kein Interesse mehr an dem Bauwerk. Kurzentschlossen verkaufte er sie an zwei Döbelner Ritter. Einblicke
Danach gelangte sie in den Besitz des bedeutenden sächsischen Adelsgeschlechtes derer von Schönberg.

Die Sachsenburg in ihrer heutigen Gestalt ließ Caspar von Schönberg durch den sächsischen Baumeister Hans Reynhart errichten. Eine Inschrift in der Kapelle weist darauf hin, daß der Bau 1488 als gotisches Wohnschloß vollendet wurde. Der Gebäudekomplex umschließt einen dreieckigen Hof.

Modell Die Räume beherbergen teilweise gotische Zellengewölbe beziehungsweise schöne Balkendecken. Im Süd- und Westflügel befinden sich tonnengewölbte, massive Kellerräume, die einst auch als Burgverliese genutzt wurden. Eine besondere Kostbarkeit ist die Kapelle, in der sich allerdings nur noch der steinerne Sockel des Altars befindet. Der gemalte Flügelaltar selbst wird im Freiberger Museum aufbewahrt.
Obwohl die weitere Nutzung der Sachsenburg bis heute nicht geklärt ist - es fehlen einfach die finanziellen Mittel - lohnt es sich, das 198 Stufen hochgelegene Gebäude wenigstens äußerlich in Augenschein zu nehmen. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zur Sachsenburger Kirche, die zum Teil noch romanischen Ursprungs ist. Der Charakter als Wehrkirche wird deutlich an dem in das Gelände eingeschnittenen Graben, der sich nördlich des Kirchhofes befindet und jetzt als Weg genutzt wird. Am gotischen Torhaus ist außerdem die einstige Sperriegelanlage noch erkennbar. In der Sakristei befindet sich ein alter gemalter Flügelaltar mit der Anbetung der Könige aus der Zeit um 1500. In der Turmhalle befindet sich der schöne Renaissancegrabstein der im Jahre 1605 verstorbenen Magdalene von Schönberg.
Öffnungszeiten:
nach Vereinbarung
Anschrift:
Sachsenburg
Rathausstraße 5
09669 Frankenberg
Telefon: (03 72 06) 27 68
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