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SachsenTip
  Burg Scharfenstein

Stand: 26. Oktober 2000

Im romantischen Tal der Zschopau gelegen, auf einem Felssporn hoch über dem Fluß, diente die Mitte des 13. Jahrhunderts errichtete Burg einst dem Schutz des Zinn- und Silberbergbaus. Das Bild der Burganlage wird von Palasruine und Bergfried geprägt. Im Jahre 1492 übernahmen sie die Herren von Einsiedel, und sie blieb bis 1931 ständig in ihren Familienbesitz. Dann war die Ära der von Einsiedel beendet. Ihr gesamtes Eigentum wurde versteigert und von dem Apotheker und Pharmahersteller Fritz Eulitz aus Grüna bei Zwickau erworben. 1945 erfolgte die Enteignung, und die Burg wurde bis zum Jahre 1993 als Kinderheim und Jugendwerkhof genutzt. Seit 1.4.93 wird das historische Gemäuer von der Sächsischen Schlösserverwaltung betreut. Dank eines gut durchdachten Konzeptes, das die Nutzung als Erlebnisburg vorsah, ist die Burg Scharfenstein seit April 1995 der Öffentlichkeit zugänglich.
Das museale Zentrum der Burg bildet die wohl einzigartige Ausstellung "Die Sehnsucht nach dem Licht". Auf etwa 600 Quadratmetern Fläche etablierte sich ein Museum, welches sich der erzgebirgischen Volkskunst und den Spielwaren widmet. Der Pädagoge Johannes Martin, gebürtiger Leipzig und Wahlhamburger, stellte einen Großteil seiner umfangreichen Privatsammlung für dieses Projekt zur Verfügung. Eingang zur Burg
Im Museum bilden alte Kunst und modernes Design eine harmonische Einheit. So werden faszinierende Ausstellungsstücke, die vorrangig aus der Zeit von 1820 bis 1930 stammen, gemeinsam mit modernen Holzspielwaren gezeigt. Letztere dürfen auch angefaßt werden, um im Umgang mit Kunst sicherer zu werden. Und wer ein original erzgebirgisches Exponat erwerben möchte, der hat in einer geschmackvoll eingerichteten Kunststube dazu Gelegenheit.
Ausstellungsstücke im Museum Überhaupt betreiben dort, wo einst Jugendliche untergebracht waren, Kunsthandwerker ansprechende Boutiquen und Kunststuben. Ob Zinn- und Mineralienstube oder Schauwerkstatt für Handweberei, ob Spitzen- und Stickereiwaren, Korbwaren, Lauschauer Glas und Keramik, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. In einigen Burgräumen hat sich auch eine Agentur für Freizeit und Tourismus sowie ein Verein zur beruflichen Förderung von Frauen in Sachsen e.V. etabliert.
Alte Handwerkstechniken aus dem Erzgebirge erleben hier eine Renaissance. Außerdem ist die Agentur eine gute Adresse zur Beantwortung von Fragen rund um den Tourismus.

Im Oktober des Jahres 1998 kam noch eine neuer Ausstellungsbereich auf Burg Scharfenstein hinzu, das "Karl-Stülpner-Museum. Damit wird der Robin Hood des Erzgebirges in seinem Geburtsort postum gewürdigt. Die vier Räume, welche etwa eine Ausstellungsfläche von 300 Quadratmetern umfassen, dokumentieren zum einen Burggeschichte bis in die heutige Zeit, und zum anderen zeigen sie die Persönlichkeit Stülpners in sämtlichen Schattierungen. Dokumentiert werden Kindheit und Jugend, die Zeit als Wildschütz und weitere Abschnitte seines bewegten Lebens. Auch sind Stülpners Biografie bedeutende Ereignisse von Zeitgenossen gegenübergestellt. Der Besucher hat außerdem Gelegenheit, akustisch und visuell verschiedene Episoden aus dem Leben des Wildschützen zu erfahren.

Selbstverständlich werden auf Burg Scharfenstein auch Sonderveranstaltungen durchgeführt.

Öffnungszeiten:
April bis Oktober
Dienstag – Sonntag 9.00 – 18.00 Uhr
November bis März
Dienstag – Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr
Anschrift:
Burgverwaltung Scharfenstein
Schloßberg 1
09135 Scharfenstein
Telefon: (03725) 7 07 20
Telefax: (03725) 70 72 50
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