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SachsenTip
  Wechselburg

Stand: 25. Oktober 2000

In der kleinen Gemeinde Wechselburg im malerischen Muldental befindet sich eine weltweit bekannte kulturhistorische sakrale Kostbarkeit. Es ist die Basilika "Heilig Kreuz" - auch Stiftskirche genannt - die einst in Zschillen von Dedo III. als Grablege seiner Familie errichtet wurde. Die Bauzeit dauerte acht Jahre, dann weihte Bischof Gerung von Meißen die fertiggestellte Apsis und Querarme als Kirche zu Ehren des "Heiligen und siegreichen Kreuzes, der Maria und des Evangelisten Johannes". Die Wechselburg
Außerdem wird die Gründung eines Regularstiftes in einer Urkunde vom 12. November 1168 belegt. Derzeit sind im Inneren des Gotteshaus zwar Restauratoren am Werke, eine Besichtigung ist aber trotzdem möglich. Beeindruckend ist die Geschlossenheit der Architektur, die sich aus der verhältnismäßig kurzen Bauzeit von 20 Jahren erklärt. Als Baumaterial diente vorwiegend das auf dem Rochlitzer Berg vorhandene Porphyrgestein, das meisterhaft von Künstlern verschiedener Epochen verarbeitet wurde.
In der Basilika Der Taufstein - im vorigen Jahrhundert in Jerisau gefunden - ist Garant dafür, daß schon lange vor Gründung des Klosters Zschillen hier Christen lebten. In der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik - so um das Jahr 1235 - wurde wohl das beeindruckendste Kunstwerk des Gotteshauses, der Lettner, geschaffen. Er beherbergt Bilder, die im Aufbau und Gestaltung an die "Goldene Pforte" im Freiberger Dom erinnern und die Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen verdeutlichen.
Mitte des 16. Jahrhunderts hatte Moritz von Sachsen das Kloster Zschillen und das Rochlitzer Land gegen die Burg Hohnstein, Lohmen und Wehlen eingetauscht. Damit bürgerte sich der Name Wechselburg ein. Nächste Besitzer wurden dann die Herren von Schönburg.
Diese errichteten gegen Ende des 17. Jahrhunderts an der Stelle des inzwischen verfallenen Klosters das heute noch erhaltene Schloß, und die Kirche wurde als evangelische Schloßkirche umgestaltet. Weil der Lettner damit seine Bedeutung verloren hatte, wurde er entfernt. Umfangreichen Forschungen und Ausgrabungen ab Mitte des 20. Jahrhunderts ist es zu verdanken, daß der Lettner auf alten Fundamenten am jetzigen Standort 1972 wieder errichtet werden konnte. Stifterfiguren
Im Burghof... Und seit 28. August 1993 verfügt die kleine Gemeinde im Muldental über eine weitere bemerkenswerte Stätte der Begegnungen. Im Rahmen eines feierlichen Vespergottesdienstes mit kirchlicher Prominenz wurde hier das Benediktinerkloster Wechselburg eröffnet. Vier Mönche des oberbayrischen Klosters Ettal leben, beten und arbeiten seitdem im Wechselburg. 1998 wurde hier auch ein Freundes- und Förderkreis des Benediktinerklosters gegründet.
Öffnungszeiten:
Anschrift:
Wechselburg
Bahnhofstraße 16
09306 Wechselburg
Telefon: (0 373 84) 2 66
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