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SachsenTip
  Schloß Weesenstein in Müglitztal

Stand: 25. Oktober 2000

Auf einem schroffen Felskegel an der Talstraße von Heidenau in das östliche Erzgebirge gelegen, ist das Schloß Weesenstein seit Jahrhunderten eine der schönsten Burgen Sachsens. Erstmals wurde das Gemäuer im Jahre 1318 als "Weysinberg, dem huse" erwähnt. Zu jener Zeit war es im Besitz der Burggrafen von Dohna. Die noch heute zugänglichen Felsengänge der ursprünglichen Kernburg erinnern an die Zeit des "Weysinberg" im Grenzbereich zwischen der Mark Meißen und dem Königreich Böhmen. Anfang des 15. Jahrhunderts zogen die von Bünaus auf Weesenstein ein. Mehrere Generationen hatten dort ihren Wohnsitz über 360 Jahre lang. Schloß Weesenstein
Schloß Weesenstein Im dreißigjährigen Krieg besetzten und verwüsteten schwedische Truppen die Anlage. Im 18. Jahrhundert wurde das Schloß mit der thüringischen Familie von Uckermann zum geselligen Treffpunkt der Dresdner Hofkreise. 1830 ging das Schloß Weesenstein in wettinischen Privatbesitz über. Auch Johann von Sachsen nutzte die Anlage für seine künstlerische Arbeit. Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb der Landesverein Sächsischer Heimatschutz das Schloß, und es wurden dringend notwendige Erhaltungsarbeiten vorgenommen.
Seit 1934 ist die Anlage als Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Während des 2. Weltkrieges lagerten in den ehemaligen Burgräumen ein Teil der Dresdner Kunstschätze. Im Jahre 1947 wurde das Museum dann wiedereröffnet. Heute nun sind sowohl die Außenanlagen als auch das Schloßinnere den Besuchern zugänglich. In einigen, zum Teil in Felsen eingehauenen Burgräumen, ist noch roher Stein sichtbar. Dem Besucher begegnet Architektur aus allen Bauepochen von Romanik bis Klassizismus. Schloßgarten
Schloß Weesenstein Neben den mittelalterlichen Felsengewölben und dem Gerichtssaal befinden sich mit dem Steinernen Saal und dem Jagdschloß einige der markantesten Räume im Obergeschoß.

Im sogenannten Unterschloß, welches im 16. und 17. Jahrhundert auf Teilen der einstigen Wehranlage errichtet wurde, befinden sich hauptsächlich Stilzimmer.

Eines der Gemächer wurde mit französischer Bildtapete verkleidet, die Szenen des einzigen, aus der Antike überlieferten Märchens "Amor und Psyche" zeigt. Sehenswert ist auch der Kanzelaltar und die Herrschaftsloge in der Schloßkapelle. Der Dresdner Baumeister George Bähr beeinflußte den Bau dieser barocken Kapelle, die geschickt in die ältere Substanz eingegliedert. Diese Erhalten blieb auch der festlich wirkende Ledertapetensaal des 18. Jahrhunderts in seiner barocken Schönheit.
Öffnungszeiten:
Sommer
Täglich 9.00 – 18.00 Uhr
Winter
Täglich 9.00 – 17.00 Uhr
Anschrift:
Schloß Weesenstein
Am Schloßberg 1
01809 Müglitztal
Telefon: (03 50 27) 54 36
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