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SachsenTip
  Über die Heinzebank...

Stand: 31. Oktober 2000

Die im Volksmund als "Heinzebank" bezeichnete Straßenkreuzung liegt zwischen Zschopau und Marienberg, direkt an der Kreuzung der Bundesstraße 174 mit der B101. Bereits früher hatten diese beiden Straßen, die Silber- und die Salzstraße eine große Bedeutung für die Region. Die Salzstraße – auch Hohe Straße genannt – verläuft erst seit der Stadtgründung Marienbergs über die Heinzebank, zuvor führte sie durch den Lautenhain über Zöblitz und bis nach Böhmen. Auf der anderen, der Silberstraße, beförderten die Bergleute des Erzgebirges ihre Ausbeute nach Freiberg und Dresden. Laut alten Chroniken muß die Heinzebank zwischen 1521 und 1539 entstanden sein, als Herzog Heinrich, der Besitzer der Grafschaft Wolkenstein von Freiberg nach Wolkenstein übersiedelte. Heinrichs größtes Vergnügen war die Jagd und ganz speziell das Revier des Lautenhaines, welches sich von der Heizebank bis nach Lauta erstreckte. Dort, wo sich heute die Gaststätte "Zur Heinzebank" befindet, ließ Herzog Heinrich eine Ruhebank errichten, auf der er seinen Jagdimbiss einnahm. Diese Ruhestätte wurde damals als Heinrichsbank bezeichnet. Daraus entstand die Kurzbezeichnung: Heinzebank.

1543 überreichte Katharina, die Witwe Heinrichs, "einen Platz vor dem Lengefelder Wald, worauf sein Vater Hans eine Schenke gebaut, die man Heinzebank zu nennen pflegt". Nach dieser Aufzeichnung zufolge, schließen Heimatforscher darauf, daß der Name Heinzebank nicht von Herzig Heinrich, sondern vom ersten Schenkwirt Hans Heinz stammt. Damals war diese Schenke nur sehr klein, denn erst einige Jahre später, nach Heinrichs Tod, wurde hier ein Gasthaus gebaut. Der Inhaber, Stefan Heinz, ließ ein Aushängeschild anfertigen, welches die Jagdgruppe Heinrichs zeigt und auch heute noch vorhanden ist... Woher der Name der Heinzebank nun wirklich stammt wird sicher nicht richtig zu klären sein, jedoch ein Besuch lohnt sich allemal. Ebenso empfiehlt sich ein Spaziergang in den nahegelegenen Bornwald oder zu der Talsperre Neunzehnhain.

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