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SachsenTip
  Das Fahrzeugmuseum in Frankenberg

Stand: 29. Oktober 2000

fahrzeugmuseum1.jpg (10629 Byte) Erblickten gestern noch in Frankenberg und Hainichen Fahrzeuge der Marken Barkas und Framo das Licht der Welt, so änderte sich das mit der Wende. Das Barkas-Werk 1991schloß seine Pforten und die Beschäftigten verloren zum großen Teil ihre Arbeit. Doch einige der ehemaligen Beschäftigten nutzten die Gunst der Stunde und legten eine Sammlung von Fahrzeugen an, die ab 1927 in der Kleinstadt nordöstlich von Chemnitz produziert wurden.
Ihr Anliegen war es, die fahrbaren Zeitzeugen für die Öffentlichkeit zu bewahren. Und weil die Stadtverwaltung Frankenberg ein offenes Ohr für das Anliegen der Enthusiasten hatte, so unterstützte sie das Projekt so gut es ging. Im Umgang mit den Oldtimern vertraute Fachleute durften wieder arbeiten - wenn auch befristet - und ihre Fähigkeiten ganz in den Dienst der einzigartigen Sammlung stellen. Auch zahlreiche freiwillige Helfer nahmen sich des Projektes an.
Am 14. Dezember 1993 gründete sich schließlich der Förderverein "Fahrzeug-Museum Frankenberg e.V.". Ein Teil der Automobile wurde auf Vordermann gebracht, und selbstverständlich sollten sie ihr Dasein nicht hinter verschlossenen Türen fristen. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung wurden schließlich leerstehende Räume auf der Mühlbacher Straße gefunden und hergerichtet. fahrzeugmuseum2.jpg (8580 Byte)
Am 17. August 1996, anläßlich des Frankenberger Vereinsfestes, öffnete dann das Fahrzeug-Museum erstmalig seine Pforten.

Was erwartet nun alles den interessierten Besucher? Zu den Ausstellungsstücken gehören unter anderem ein top-restaurierter "DKW-Eillieferwagen" Typ TV 300 und einige Exemplare von Nutzfahrzeugen, die in der "Framo-Werke GmbH Hainichen" das Licht der Welt erblickten. Selbstverständlich fehlt auch ein Vertreter des V 901/2 aus dem Jahre 1961 nicht, der auch als "Neunhunderter Barkas" bekannt wurde. Eine Rarität ist auch der B 1100, Baujahr 1972. Dieser "erwachsen gewordene Transporter" präsentiert sich in der Version Pritsche mit Langfahrerhaus. Er erinnert an moderne Transporter von VW, Ford oder Mercedes, auch wenn unter seinem Blechkleid ein Moskwitschmotor tuckert. Leider blieb die Produktion auf Grund von inkompetenten Entscheidungen Utopie. Das Modell aber wurde von cleveren Barkas-Werkern gerettet und blieb so für die Nachwelt erhalten.

Doch damit längst nicht genug. Das Frankenberger Fahrzeugmuseum hat noch so manche Rarität zu bieten und erweitert derzeit auch seine Ausstellungsfläche. fahrzeugmuseum3.jpg (9686 Byte)
Öffnungszeiten:
Sonntag
10.00 – 16.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Anschrift:
Fahrzeugmuseum Frankenberg
Mühlbaucher Straße
09669 Frankenberg
Telefon: (03 72 06) 7 19 48
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