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SachsenTip
  Kalandstube zu Geithain

Stand: 29. Oktober 2000

Die Kalandstube zu Geithain, die kurz nach der Wende restauriert wurde, ist mit ihren ornamentalen Schmuckelementen einzigartig. Geschichtlich ist überliefert, daß im Jahre 1447 die Altäre der Nikolaikirche aufgezählt wurden, zu denen neben vielen anderen auch ein "altare calendarum in der alten Kapelle" zählte. An den ersten Tagen des Monats, eben jenen Kalendertagen, sind hier die Kalandbrüder zusammengekommen, um Gottesdienste zu feiern, organisatorische Dinge zu besprechen und zu schmausen. Die Kalandbrüder gab es in ganz Europa schon etwa seit dem 9. Jahrhundert.
Sie wollten das kirchliche Leben bereichern und nahmen sich besonders des Totengedächtnisses an.
Allerdings gab es dort, wo Bischöfe oder Fürsten saßen, auch keine Kalandbrüderschaften. Die weiblichen Selbstmördergestalten in der Geithainer Kalandstube deuten darauf hin. Bemerkenswert sind die Sprüche über der Tür, die sich unter anderem auch mit der Begrenztheit menschlichen Lebens beschäftigen. Die Kalandbruderschaften starben in der Reformationszeit allerdings aus.
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