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SachsenTip
  Göschenhaus Grimma

Stand: 29. Oktober 2000

Dem Reiz von Grimma konnte sich auch Georg Joachim Göschen, der als Sohn eines Kaufmanns 1752 in Bremen geboren wurde, nicht entziehen. Der Buchhändler und Bücherliebhaber gründete 1785 in Leipzig eine eigene Verlagsbuchhandlung, in der bedeutende Werke der deutschen Klassik wie Schillers "Don Karlos" oder Goethes Schriften herausgegeben wurden. 1795 erwarb Göschen in Grimma-Hohnstädt das Pferdnergut ud nutzte es erst einmal als Sommersitz. Bereits fünf Jahre später legte er den bemerkenswerten Garten an, und heute ist das einstige Wohnhaus des Klassiker-Verlegers eine der bekanntesten musealen Gedenkstätten im Muldentalkreis. grimma1.jpg (12212 Byte)
In den Räumen erinnert eine ansehnliche Sammlung von Museumsgut an den einstigen Besitzer und seine prominenten Gäste, zu denen neben dem "wandernden" Dichter Johann Gottfried Seume auch Friedrich Schiller gehörte.
grimma2.jpg (11667 Byte) Dieser war zwar nur einen Tag im Göschenhaus zu Besuch, doch er selbst bezeichnete diese Stunden als die glücklichsten seines Lebens. Als "Beweisstück" für seinen Aufenthalt wird eine Tasse gezeigt, aus der er einst gerunken haben soll. Eine besondere Rarität der Einrichtung ist der Bücherschrank, welcher eine Sammlung von Göschendrucken und zahlreiche Werke von Seume sowie Dokumente über das Leben und Schaffen des Dichters birgt.
Komplettiert wird die museale Sammlung von verschiedenen Möbelstücken, Hausrat und Textilien, die teilweise von Göschens Nachkommen zusammengetragen wurden. Sie spiegeln den Wohn- und Lebensstil verschiedener Epochen wider. Der im englischen Stil gestaltete Park wird im Sommer oft für Konzerte und weitere kulturelle Veranstaltungen genutzt.
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