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SachsenTip
  Stadtkirche "Unser Lieben Frauen"

Stand: 29. Oktober 2000

Die Kirche befindet sich auf einem Geländesporn am Rande des mittelalterlichen Stadtkerns, an der Stelle, wo früher bereits die Pfarrkirche des Dorfes Mittweida stand. Unter dem Kirchhof befinden sich nördlich und westlich der Kirche sowohl gemauerte Gewölbe als auch in den Felsen gehauene Kellergänge. Die heutige Kirche wurde unter Nutzung älterer Bauteile nach dem großen Stadtbrand von 1450 errichtet. Sie ist eine Hallenkirche mit einem Haupt- und einem südlichen Seitenschiff. Der Vorgängerbau - vor 1450 - war aller Wahrscheinlichkeit nach eine dreischiffige gotische Basilika, von der noch das nördliche Seitenschiff und die Sakristei erhalten sind.
An der Nordseite befindet sich noch ein Portal aus der Zeit um 1430. Bis 1886 befand sich an der Südseite noch ein schönes Portal aus Rochlitzer Porphyr, dessen Rest im Museum der Stadt Mittweida aufbewahrt wird. Möglicherweise wirkte beim Bau der Kirche Meister Arnold von Westfalen mit, der zur gleichen Zeit u.a. auf der Burg Kriebstein baute. Kirche in Mittweida
Die Innenausstattung trägt Handschriften verschiedener Künstler und Epochen. Aus der Zeit der Renaissance stammt der 1553 geschaffene Taufstein, ein Werk des Chemnitzer Bildhauers Gregor Richter. Den Altar schufen 1661 der Schnitzer Valentin Otte und der Maler Johann Richter aus Meißen. Die sechs Jahre später aufgestellte, einstmals farbig gefaßte Kanzel aus Sandstein ist das einzige nachweisbare größere Werk des Dresdner Bildhauers Abraham Conrad Buchau. Außerhalb der Kirche befinden sich noch mehrere interessante Grabsteine aus der Zeit der Renaissance bis zum Klassizismus, so auch vom Kauf- und Handelsherrn Christian Roch und seiner Ehefrau. Auf den Steinen ist außerdem der gesamte Lebenslauf der beiden Personen zu lesen.
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