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SachsenTip
  Annaberg

Stand: 30. Oktober 2000

Die 500jährige Geschichte der Stadt geht auf reiche Silberfunde Ende des 15. Jahrhunderts zurück. Kaspar Nietzelt war es, der am 28. Oktober 1491 am Schreckenberg erstmals das Silbermetall entdeckte. Das daraufhin im Land erschallende große "Berggeschrey" zog Menschenmassen ins Erzgebirge, die sich hier reiche Erzfunde versprachen. Herzog Georg der Bärtige ließ am 21. September 1496 die "Neue Stadt am Schreckenberg", das spätere St. Annaberg gründen. Nur drei Jahre später wurde bereits der Grundstein zur noch heute größten spätgotischen Hallenkirche Sachsens, St. Annen, gelegt. In Annaberg wirkten so bedeutende Leute wie der Rechenmeister Adam Ries, die Förderin der Klöppelkunst Barbara Uthmann, der bedeutende Bildhauer des ausgehenden Mittelalters, Hans Witten und der Schöpfer des weithin bekannten Annaberger Bergaltars Hans Hesse.

Bereits im Jahre 1530 war Annaberg infolge des raschen Aufschwunges mit 12.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Sachsens. Als im ausgehenden 16. Jahrhundert die Erzausbeuten sanken und damit ein Niedergang im Bergbau zu verzeichnen war, gewannen andere Produktionszweige wie Spitzenklöppeln, Bortenwirken und später das Posamentiergewerbe an Bedeutung. Im Jahre 1892 kam der Bergbau endgültig zum Erliegen und lebte nur kurzzeitig Mitte der fünfziger Jahre noch einmal auf. Heute ist Annaberg eine alte Stadt im neuen Gewande. Breite Geschäftsstraßen wechseln mit schmalen malerischen Gassen. Reich geschmückte Fassaden alter Bürgerhäuser zeugen von Wohlhabenheit und Geschmack ihrer einstigen Erbauer. Zahlreiche Geschäfte und Boutiquen bieten die Waren an, die hier seit Jahrhunderten produziert werden: Klöppelspitzen, Posamenten, geschnitzte und gedrechselte Holzarbeiten in großer Vielfalt.

Kulturhistorisch hat Annaberg neben der berühmten St. Annenkirche weitere Gotteshäuser zu bieten. Sehenswert sind auch das Rathaus von Annaberg-Buchholz im Barockstil und die Postdistanzsäulen der Stadt. Das jetzige Hotel "Wilder Mann" und das Haus der Uthmanns zeigen interessante architektonische Details. Und wer den Spuren des Silberbergbaus folgen möchte, der ist "Im Gößner", einem Besucherbergwerk, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Erzgebirgsmuseum befindet, an der richtigen Adresse. Auch einer Einladung in das Adam-Ries-Museum sollte der Besucher der Bergstadt unbedingt Folge leisten.

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