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SachsenTip
  Frauenstein, Perle vom Osterzgebirge

Stand: 30. Oktober 2000

Im Landkreis Freiberg, auf einem Granitporphyrrücken zwischen dem Tal der Bobritzsch und der Gimmlitz liegt das Städtchen Frauenstein. Erstmals erwähnt wird der Name im Jahre 1218 als "castrum Vrowenstein". Vermutlich entstand die Burg, deren Ruine heute die größte in Sachsen und eine der sehenswertesten in Deutschland ist, schon um 1200 als Grenzfeste des Markgrafen von Meißen. Heinrich von Schönberg ließ zwischen 1585 und 1588 unterhalb der Burg einen Schloßbau im Renaissancestil errichten. Nach dem Stadtbrand von 1728 verfiel die Burg zur Ruine, und das Schloß erhielt nach dem Wiederaufbau seine jetzige Gestalt. Der Kreuzgewölbesaal im Erdgeschoß wird seit 1954 als Heimatmuseum genutzt.

Hier befindet sich auch die Orgelbank, welche an die zweite Orgel erinnert, die Gottfried Silbermann für seine Stadt baute. Lieder fiel sie dem großen Stadtbrand, der in der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1869 in Frauenstein wütete, zum Opfer. In der Hayngasse 102 befindet sich übrigens eine Gedenktafel am Haus, die darauf hinweist, daß hier der Orgelbauer seine Jugendjahre verlebte. Geboren wurde er allerdings in Kleinbobritzsch, einem Ortsteil von Frauenstein.

Seit vielen Jahren gehört Frauenstein infolge seiner reizvollen landschaftlichen Lage zu den Fremdenverkehrsschwerpunkten des Osterzgebirges. Mit der Errichtung der Kleinbahnlinie Klingenberg-Frauenstein (1898-1971) kamen Erholungssuchende in das Städtchen.

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