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SachsenTip
  Hainichen

Stand: 30. Oktober 2000

Mit dem kleinen Städtchen Hainichen verbinden sich nicht nur solche imposanten Gebäude wie die Camera obscura und das Tuchmacherhaus, sondern hier erblickten auch Menschen das Licht der Welt, die später ein Stück Geschichte mit schrieben. Der wohl bekannteste ist Christian Fürchtegott Gellert, ein bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung, der hier am 4. Juli 1715 geboren wurde. An sein Leben und Wirken erinnert heute das Gellert-Museum, das sich seit Juni des Jahres 1985 im reizvollen Stadtpark von Hainichen befindet. Hier ist übrigens auch eine ganz besondere Blumenuhr zu bewundern und ein kleines Wildgehege lädt zum Besuch ein. Auch das am Museum befindliche Glockenspiel aus Meißner Porzellan wurde restauriert und erklingt wieder. Camera obscura
Gellert-Denkmal vorm Rathaus Ein Bummel über den Marktplatz ist ebenfalls empfehlenswert. Vis á vis des Rathauses, das einst vom Baumeister Johann Traugott Heinig geschaffen wurde, steht das soeben restaurierte, überlebensgroße Denkmal von Christian Fürchtegott Gellert, das 1865 von Ernst Rietschel geschaffen wurde. Aber auch der am 27. Juni 1816 geborene Friedrich Gottlob Keller muß postum sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Immerhin gilt er als der Erfinder des Holzschliffs. Ihm wurde ein Denkmal in Form einer oberhalb des Tuchmacherhauses aufgestellten Büste gesetzt.
Wer heute die Stadt besucht, der sollte es nicht versäumen, die bereits erwähnte Camera obscura etwas näher in Augenschein zu nehmen. Sie gewährt einen herrlichen Blick über die Stadt und über das weite Land. Der sogenannte Fern-Seh-Apparat befindet sich auf dem Rahmenberg, und er gehört heute unbedingt zu den Wahrzeichen der Stadt. Gleiches gilt für das alte Tuchmacherhaus, das auch ein bißchen Geschichte erzählt. Jahrhundertelang war nämlich die Weberei das Hauptgewerbe der Hainichener Bewohner. Der Grund dafür war darin zu sehen, daß die Stadt Wasser und Platz gratis lieferte. Tuchmacherhaus
Im Park entdeckt... Infolge dieser günstigen Bedingungen siedelten sich immer mehr Tuchmacher, sogar aus Franken und Thüringen, in Hainichen an. Heute ist das Tuchmacherhaus restauriert, und hier ist das Kunsthandwerk zu Hause. Verschiedene Textilzirkel finden reges Interesse, und es darf Handwebern über die Schulter geschaut werden.
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