Zur SachsenkarteÜbersichtGesamtübersicht vom Ort

Zur Karte vom Landkreis

SachsenTip
  Hohenstein-Ernstthal

Stand: 30. Oktober 2000

Mit der Entdeckung des Silbers um 1407 wurde der Grundstein für die Herausbildung einer Siedlung "uff den Hohen Stein" bei Waldenburg gelegt. Zu jener Zeit war dieser Ort noch restlos mit Wald bewachsen und schon bald wurde der Bergbau zum typischen Gewerbe. 1430 wurde die Siedlung durch die Hussiten zerstört, und erst 1473 kaufte der Freiberger Ratsherr Münzner das liegengebliebene Bergwerk und legte mehrere Schächte an. Die Ausbeute an verschiedenen Erzen war gut und 1510 erhielt Hohenstein Stadtrecht. Im Jahre 1680 bildete sich in den östlichen Wäldern von Hohenstein eine weitere Siedlung heraus, die schließlich den Namen Ernstthal erhielt.

Schon bald etablierte sich in der Region die Leineweberei und später die Strumpfwirkerei. Beide Gewerbe bildeten die Grundlage für die im Ort neben dem Bergbau ansässige, später vorherrschende Textilindustrie. Die Vereinigung beider Städte erfolgte im Jahre 1898.

1925 wurde der Motorradfahrerclub "Hohenstein-Ernstthal und Umgebung" e.V. gegründet und zwei Jahre später gab es das erste Badberg-Viereckrennen, das später als Sachsenringrennen weltbekannt wurde. In den Jahren 1961 bis 1972 fanden Weltmeisterschaftsläufe für Motorräder auf dem Sachsenring statt. Das Haus, in dem 1842 Karl May, der später wohl zum meistgelesenen deutschen Schriftsteller wurde, das Licht der Welt erblickte, wurde als Museum im Jahre 1985 eröffnet. Im Jahre 1992 erhielt Hohenstein-Ernstthal den Beinamen "Karl-May-Geburtsstadt". 1998 fanden nach 26-jähriger Pause erstmals wieder Läufe zur Motorradweltmeisterschaft auf dem Sachsenring statt.

Lohnenswerte Ziele sind in Hohenstein-Ernstthal weiterhin das Textil- und Heimatmuseum sowie die Erzgebirgische Volkskunstsammlung "Buntes Holz". Auch in der näheren Umgebung hat die Stadt so manches zu bieten. So beginnt am Karl-May-Haus ein Wanderweg, der zur romantisch gelegenen Karl-May-Höhle führt. Sie ist heute ein Denkmal der Bergbaugeschichte, da ihre Entstehung auf die mühevolle Arbeit der Bergmänner zurückgeht. Der Stollen wurde 1620 zwar in den Berg getrieben, doch das Unternehmen erwies sich als unrentabel. Vielmehr diente sie im 18. Jahrhundert Räuberbanden als Versteck für gestohlenes Gut. Auch für Karl May wurde sie mehrmals zum Zufluchtsort, als er wegen verschiedener Delikte gesucht wurde. Auch das Naherholungsgebiet "Stausee Oberwald" ist einen Ausflug wert. Hier entsteht auch die Karl-May-Bühne am Silbersee mit Indianerdorf und Westernstadt.

Home

Alle Rechte bei SachsenTip Stand 30.10.00