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SachsenTip
  Leipzig - die größte Stadt Sachsens

Stand: 30. Oktober 2000

"Mein Leipzig lob ich mir. Es ist ein Klein-Paris und bildet seine Leute." Kein Geringerer als Dichterfürst Johann Wolfgang Goethe, der hier von 1765-1768 studierte, prägte einst diese Worte. Leipzig ist reich an geschichtlichen Ereignissen, von denen einige nachfolgend erwähnt werden sollen. Bereits im Jahre 1015 wurde die Region zwischen Elster, Pleiße und Parthe erstmals als "urbs Libzi" in der Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg erwähnt. Und 150 Jahre später verlieh Markgraf Otto von Meißen Leipzig samt seinen etwa 500 Einwohnern das Stadtrecht. 1409 erfolgt die Gründung der Leipziger Universität, der "Alma mater Lipsiensis". 1539 predigt Luther in der Thomaskirche und führt die Reformation ein. Drei Jahre später erfolgte die Gründung des Botanischen Gartens als Arzneimittelgarten der Universität. 1556 erbaut Hieronymus Lotter das Alte Rathaus im Renaissancestil. Bei Lützen kam es während des Dreißigjährigen Krieges 1632 zu einer Entscheidungsschlacht zwischen Wallensteins und Gustav Adolfs Truppen, bei welcher der Schwedenkönig den Tod fand.

Im Jahre 1693 wird am Brühl das erste Opernhaus eröffnet, und von 1723 bis 1750 wirkte J.S. Bach als Thomaskantor in Leipzig. 1764 erfolgt die Gründung der Leipziger Kunstakademie unter Leitung von Adam Friedrich Oeser. Der neuerbaute Saal im Gewandhaus lädt 1781 zum ersten Konzert ein. Im Jahre 1813 wird nicht nur Richard Wagner in Leipzig geboren, vielmehr tobt 4 Tage lang im Oktober die Völkerschlacht, bei der 120.00 Menschen getötet werden. 1824 wird der Barbier Johann Christian Woyzeck auf dem Markt öffentlich hingerichtet. Später greift Büchner diesen Stoff für sein gleichnamiges Drama auf. 1825 erfolgt die Gründung des Börsenvereines der deutschen Buchhändler sowie die Herausgabe des "Börsenblattes", und ein Jahr später beginnt die Firma Brockhaus mit der industriellen Herstellung von Büchern.

1853 stiftet der Kaufmann Heinrich Schletter das Bildermuseum, heute Museum der bildenden Künste. Zu jener Zeit etablieren sich auch verschiedene Vereine, so der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein mit seinem Präsidenten Ferdinand Lassalle und der erste Schreberverein. 1870 erlangte Leipzig den Großstadtstatus mit 100.000 Einwohnern. Acht Jahre später gründet Ernst Pinkert den Zoologischen Garten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstehen das Neue Rathaus, der Flugplatz und die Deutsche Bücherei in Leipzig. 1926 wird unter dem Markt die erste Untergrundmessehalle der Welt fertiggestellt. 1933 inszenieren die Nazis den Reichstagsbrandprozeß gegen Georgi Dimitroff. 1943 wird die Innenstadt fast völlig zerstört. 1989 wird die politische Wende in der DDR von Massendemonstrationen in Leipzig eingeleitet.

Leipzig ist die größte Stadt des Landes Sachsens. Hier gehen Wissenschaft, Kunst und Kultur Hand in Hand. Zu den zahlreichen Kultureinrichtungen gehören unter anderem die Werkstätten und das Museum für Druckkunst, das Grassi-, das Völkerkunde- und das Musikinstrumenten-Museum, das Stadtgeschichtliche Museum, das Völkerschlachtdenkmal, der Ausstellungspavillon "Geschichte der Völkerschlacht 1813", das Torhaus Dölitz, das Schillerhaus, das Sportmuseum, die Sammlungen des ehemaligen Reichsgerichtsmuseums, der Botanische Garten, das Neue Gewandhaus und der Zoologische Garten.

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