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SachsenTip
  Marienberg

Stand: 30. Oktober 2000

Als der Bergmann Clemens Schmidt im Jahre 1519 Silbervorkommen entdeckte, locke dieses Ereignis zahlreiche Bergleute an. Mit einer Gründungsurkunde von Herzog Heinrich dem Frommen von Sachsen wurde am 27.04.1521 eine neue Stadt mit Namen Marienberg gegründet. Der Humanist Ulrich Rülein und der Amtmann Rudolf von Bünau aus Wolkenstein entwickelten dann den Marienberger Stadtgrundriß. Charakteristisch ist der große viereckige Marktplatz, wo sich seit 30.07.1900 das Herzog-Heinrich-Denkmal, das in den Jahren 1998/99 restauriert wurde, befindet. Von den ehemals fünf Stadtoren blieb nur als einziges das Zschopauer Tor - heute Heimatmuseum - erhalten. Die Blüte des Bergbaus erlebte Marienberg in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelten sich Manufakturen im Holz- und Textilgewerbe. 1873/75 wurde die Eisenbahnlinie Chemnitz-Reitzenhain gebaut, die großen Anteil am Entstehen von Industrie hatte. Große Bedeutung hatte Marienberg 20. Jahrhundert als Handels- und Einkaufszentrum sowie als Sitz von Ämtern und Schulen für die Region. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden neue Wohngebiete auf dem Hirschstein. Einst Garnisonstadt der NVA, ist Marienberg heute Standort der Bundeswehr. Die alte Bergstadt erhielt durch Gewerbe- und Erholungsgebiete sowie Sporteinrichtungen ein modernes Flair. Rathaus
Diese bilden heute ein harmonisches Ensemble mit zahlreichen historischen Gebäuden. Heute steht Marienberg übrigens als Denkmal des Städtebaus unter staatlichem Schutz.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind bis heute das bereits erwähnte Denkmal des Stadtgründer, das nach einem Gemälde von Lucas Cranach d.Ä. gefertigt wurde. Das Rathaus mit seinem Rundportal, welches Stilelemente aus der Frührenaissance aufweist, gehört zu den bedeutendsten Bauwerken in Sachsen.

Zahlreiche Bürgerhäuser sowie weitere Gebäude wie Bergamt, Wisenhaus und Gymnasium, Lutherstift und Lateinschule erinnern mit schon gestalteten Details an vergangene Zeiten. Sehenswert ist auch die Stadtkirche St. Marien - im Volksmund auch Dicke Marie genannt - die in den Jahren 1558 - 1564 erbaut wurde. Sie ist die jüngste der spätgotischen Hallenkirchen im obersächsischen Raum und das wertvollste Kunstdenkmal der Stadt. Seit 1991 wird die Kirche einer umfassenden Restaurierung unterzogen, trotzdem ist sie der Öffentlichkeit zugänglich.

Ausflugsziele in der Umgebung der Bergstadt Marienberg sind der 24 m hohe Aussichtsturm auf der Drei-Brüder-Höhe, die Wehrkirchen in Rückerswalde und Lauterbach, das Naturschutzgebiet Schwarzwassertal mit Katzenstein und Grünen Graben und das Naherholungsgebiet Rätzteich

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