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SachsenTip
  Mittweida

Stand: 30. Oktober 2000

Die Gründung der heutigen Kreisstadt Mittweida - im Ursprung als Dorf angelegt - geht bis in die 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts zurück. In einer Urkunde von Heinrich dem Erlauchten - Markgraf von Meißen - erfolgte 1286 erstmals die Nennung als Stadt. Anfang des 15. Jahrhunderts erlebte Mittweida eine wirtschaftliche Blütezeit. Zahlreiche Innungen gründeten sich.

Besondere Bedeutung gewann der Leinenhandel und die Bierbrauerei. Zahlreiche Stadtbrände vernichteten im Laufe von 6 Jahrhunderten wertvolle Altbausubstanz.

Das Rathaus von Mittweida
Mit der Industriealisierung im 19. Jahrhundert nahm die Textilindustrie ihren Aufschwung. So entstand 1816 die erste Spinnerei im Mittweida. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte siedelten sich Maschinenfabriken, Färbereien und Nähereien an. Steinbrüche wurden erschlossen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Zschopautalbahn mit den Strecken Mittweida-Dreiwerden-Mittweida-Ringethal gebaut.

Als ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts das romantische Zschopautal und die sogenannte Mittweidaer Schweiz erschlossen wurden, entwickelte sich der Tourismus. Vervollständigt wurden die Ausflugsangebote 1929/30 mit dem Bau der Talsperre Kriebstein. 1867 erfolgte die Gründung des Mittweidaer Technikums. Die heutige Technische Hochschule bildet vorrangig Studenten in Informatik aus. Günstig ist die Verkehrslage der Stadt. Sie befindet sich im Dreieck der Oberzentren Chemnitz, Dresden und Leipzig. Zu den drei Autobahnanschlüssen der A 4 (Chemnitz-Ost, Frankenberg, Hainichen) sind es jeweils 10 Kilometer.

Im Stadtzentrum Sehenswert sind in Mittweida das Museum "Alte Pfarrhäuser", die spätgotische Stadtkirche "Unser lieben Frauen", die noch vorhandenen Reste der Stadtmauer, alte Bürger- und Handwerkerhäuser im denkmalgeschützten Stadtkern, der Friedensbrunnen und die Postmeilensäule am Markt, das private Raumfahrtmuseum, das Elektrizitätswerk mit Wasserkraftanlage und Pumpspeicherbecken, die Teufelssteine am Galgenberg und die Schwanenteichanlagen mit kleinem Tiergehege.
Wer die nähere Umgebung von Mittweida erkunden möchte, dem sei eine Exkursion nach Ringethal empfohlen. In der Dorfkirche befindet sich die kleinste noch erhaltene Silbermannorgel. Außerdem finden hier Konzerte statt. Einen Ausflug wert ist auch die Talsperre Kriebstein mit ihrem weiträumigen Erholungsgebiet. Burg und Heimatmuseum vermitteln Interessantes zur Heimatgeschichte und laden besonders in den Sommermonaten mit zahlreichen Sonderveranstaltungen zum Besuch ein. Das Historische Silberbergwerk "Alte Hoffnung Erbstolln" in Schönborn-Dreiwerden gibt nicht nur einen Einblick in die einstige Arbeit der Bergleute unter Tage, vielmehr ist auch die im Programm enthaltene Untertagekahnfahrt ein Erlebnis. Und wer in der Region weilt, der sollte nicht versäumen, den Treppenhauer in Sachsenburg zu besuchen. Hier befinden sich Teile von Ausgrabungen der mittelalterlichen Bergstadt "Bleiberg". Sehenswert sind im Ort noch die alte romanische Kirche sowie das Schloß Sachsenburg.
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