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SachsenTip
  Die Töpferstadt Waldenburg

Stand: 30. Oktober 2000

Die alte Töpferstadt Waldenburg, die erstmals als Herrschaft im Jahre 1199 mit ihrem Burgherrn Hugo von Wartha-Waldenburg erwähnt wurde, kann nicht nur auf eine interessante Geschichte zurückblicken, sondern sie gehört heute auch zur Ferienstraße, die sich als "Tal der Burgen" bereits einen Namen gemacht hat. Waldenburg...
Im Jahre 1388 erhielten die Waldenburger Töpfer den ersten Innungsbrief, der als ältester für dieses Gewerke im mitteldeutschen Raum gilt. Es dauerte nicht lange, und die Waldenburger Keramik erlangte überregionale Bedeutung. Die Entstehung der Stadt selbst läßt sich bis in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts zurückverfolgen. Sie begann mit der Errichtung der "Waldenburg" auf Befehl Friedrich I. von Hohenstaufen, die von 1165 bis 1172 erfolgte. Nach einer fast zweihundertjährigen stürmischen Geschichte - die Burg wurde dabei völlig zerstört - begann der Wiederaufbau durch Veit II. von Glauchau-Schönburg in den Jahren 1448 bis 1472, und die Burg wurde zu dieser Zeit erstmals als Schloß bezeichnet.
"Waldenburger Keramik" In der Nähe der Burg beziehungsweise des Schlosses siedelten sich sehr bald vorwiegend Handwerker an, weil sie hier sehr gute Bedingungen für den Absatz ihrer Produkte fanden. Heute können Besucher in fünf modernen und historischen Töpfereien hautnah erleben, wie jahrhundertealte Tradition in Waldenburg lebendig gehalten wird, und selbstverständlich ist die berühmte "Waldenburger Keramik" in großer Auswahl zu erwerben.
Bis heute hat sich die Stadt den Reiz vergangener Zeiten bewahrt und gleichzeitig zur modernen Wohn- und Bildungsstadt entwickelt. Fortschritt und Tradition bilden hier eine Einheit. Kulturhistorisch hat Waldenburg nicht wenig zu bieten. Der mittelalterliche Stadtkern hat neben einem sehenswerten Marktplatz - hier befindet sich auch das 1731 erbaute Rathaus - enge verträumte Gassen, malerische Winkel und reizvolle landschaftliche Ausblicke zu bieten. Blick über Waldenburg
Töpferwaren, Töpferwaren... Das Wahrzeichen der Stadt ist die sehenswerte St. Bartholomäus Kirche mit dem weltweit einzig noch bestehenden Hilgengeläut. In dem Gebäude, wo sich ehemals das Fürstlich Schönburgische Lehrerseminar von 1844 befand, ist heute das erste Europäische Gymnasium Sachsens untergebracht. Bekannt wurde Waldenburg auch durch sein Heimatmuseum und besonders stolz sind die Waldenburger auf ihren 113 ha großen englischen Park Grünfeld, der in den Jahren 1780 bis 1795 angelegt wurde. Heute gilt er mit seinem prächtigen Auenwald, großen Wiesen und zahlreichen Teichen als beliebtes Ausflugs- und Naherholungsgebiet.
Eine Fahrt mit der Muldentalbahn, Radtouren, Rundflüge, Kutsch- und Kremserfahrten sind nur einige der vielen Erlebnismöglichkeiten, die Waldenburg den Touristen bietet.
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