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SachsenTip
  Waschleithe

Stand: 30. Oktober 2000

Dem Besucher, der aus Richtung Schwarzenberg kommt, begegnet am Ortseingang von Waschleute die unter Denkmalschutz stehende Ruine der sagenumwobenen "Dudelskirche". Sie wurde ursprünglich als Berg- und Wallfahrtskirche "St. Oswaldskirche" im Jahre 1515 erbaut. Doch bereits bei der Einweihungsfeier ereilte sie ein schweres Schicksal.
Sie wurde vom Blitz getroffen und zerstört. Laut Sage wurde die Kirche einst von den beiden Hammerherren Klinger erbaut, die damit ihren Mord am Elterleiner Stadtrichter sühnen wollten. Bei der Einweihung zog jedoch ein schlimmes Gewitter auf. Weil niemand die Glocken läuten wollte, versuchte es ein Hammerherr. Dieser wurde vom Blitz erschlagen und die Kirche in Schutt und Asche gelegt. Der Leichnam wurde nahe der Kirche verscharrt und soll - bis zum heutigen Tag - noch nachts in den Gemäuern umhergeistern. Willkommen in Waschleithe
Waschleithe machte aber auch noch in punkto sächsische Landes-Geschichte Schlagzeilen, denn der Altenburger Prinzenraub spielte sich in dieser Region ab. So wurden am 7. Juli 1455 zwei Söhne des Kurfürsten Friedrich, die Prinzen Ernst und Albrecht, aus dem Schloß Altenburg vom Ritter Kunz von Kauffungen entführt. Dieser wollte damit die längst fällige Bezahlung von Kriegsdiensten vom Landesherren erzwingen. Die Entführung ging jedoch gut für die Prinzen aus. Zur Ewrinnerung an dieses Ereignis errichteten die Einwohner von Waschleithe im Jahre 1822 einen Obelisken. Zum Schutz des Denkmals wurde aus gesammelten Geldern ein Blockhaus erbaut, die legendäre Gaststätte "Köhlerhütte". Heute befindet sich in unmittelbarer Nähe das Hotel "Köhlerhütte-Fürstenbrunn".
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