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SachsenTip
  Urlaub auf Kreta in Griechenland

Stand: 25. Oktober 2000

Insel zwischen
Vergangenheit und Zukunft

Täglich wird Kreta, ein ganz besonderes Stück Erde, das in Griechenland vergeblich seinesgleichen sucht, vielfach besucht. Hier findet der Tourist hohe, stolze Berge, tiefe kühle Schluchten, fruchtbare Erde, üppige Vegetation, steile Küsten, freundliche Strände, temperamentvolles und ruhiges Meer und mildes Klima. Kreta ist so alt und doch so modern. So traditionsreich und so fortschrittlich, so alltäglich und so exzentrisch. So feierlich und so einfach, und vor allem so menschlich. Davon zeugen Natur und Bewohner der großen Insel.

Unzählige historische
Ausgrabungen, die an König
Minoas erinnern, findet der
Tourist auf der ganzen Insel.

Dahingestreckt am Kreuzweg der drei alten Kontinente - Europas, Asiens und Afrikas - hat es von jedem etwas geerbt: von Europa das kosmopolitische Flair, von Asien, den zurückhaltenden, Traditionen verhafteten Charakter, von Afrika den Schirokko und die Palmen. Am südlichen Rand des griechischen Staatsgebietes gelegen, als letzte Bastion des Griechentums, gleicht es einer gigantischen Mauer, auf der die Verse von Kostis Palamas geschrieben stehen: Kreta der blutigen Schlachten und der Siege, nimmermüder Schrecken der Tyrannen.
Kreta. Kreta.
Doch Kreta hat mehr zu bieten als nur sein faszinierendes Flair, das sofort Besucher für die Insel einnimmt. Der Mythos weist diesem reizvollen Stückchen Erde eine hervorragende Stellung zu. Hier wurde Zeus geboren und nach einem Kampf mit seinem Vater Kronos, in dem er siegte, König der Himmel. Aus der Vereinigung des Zeus mit der Prinzessin Europa, die Zeus in der Gestalt eines Stiers aus Phönizien entführt und nach Kreta gebracht hatte, entstammten drei Kinder: Minoas, Radamanthys und Sarpidonas. Minoas wurde König von Kreta und hatte seinen Hauptsitz in Knossos. Mehr zu diesem unerschöpflichem Thema Mythos ist in entsprechender Literatur nachzulesen.
Irgendwann in früher Vorzeit löst die Geschichte mit fließendenden Grenzen den Mythos ab. Die ärchäologische Erforschung der Insel hat Beweise erbracht, daß es schon seit dem 6. Jahrtausend vor Christus menschliches Leben auf der Insel gab. Dorer, Römer, Byzantiner, Araber, Venezianer und Türken haben auf Kreta ihre Spuren hinterlassen. Zahlreiche Zeitzeugen der Geschichte begegnen dem Touristen überall, so daß es unmöglich ist, während eines zwei- bis dreiwöchigen Aufenthaltes alles Historische anzusehen, denn die Gegenwart fasziniert nicht minder. Eine Wanderung durch die etwa 17 Kilometer lange Samaria-Schlucht, die längste Schlucht Europas, sollten sich Besucher, die gut zu Fuß sind, jedoch nicht entgehen lassen. Ebenso sind die einstigen Königspaläste in Iraklion und Knossos einen Besuch wert.
Gut organisierte Busfahrten mit kompetenten deutschsprachigen Reiseleitern zu historischen Stätten und in landschaftlich reizvolle Gebiete sorgen dafür, daß im Urlaub so ganz nebenbei ein Quentchen Bildung vermittelt wird.
Auf Kreta fasziniert alles, besonders aber die Menschen. Freundlich, aufgeschlossen, hilfsbereit und stolz darauf Kreter zu sein, findet der Fremde sofort Kontakt zu ihnen, auch dann, wenn Sprachbarrieren eine Kommunikation schwierig gestalten. Auf Grund der geographischen Lage und der bewegten Geschichte, waren die Kreter immer den Einwirkungen verschiedener Kulturen ausgesetzt. Aber der besondere Charakter der Menschen hat sich nie verändert. Sie sind gesellig, gastfreundlich, offen Fremden gegenüber, optimistisch und freigibig. Sie mögen Unterhaltung, Tanz und Gesang und feiern am liebsten mit vielen Gästen.

Die Insel hat 505.000 Einwohner, von denen die meisten in den größeren und kleineren Städten der Insel wohnen. Die Stadtbevölkerung lebt vom Handel, dem Gewerbe, der sich entwickelnden Industrie und natürlich vom Tourismus, der seit dem letzten Jahrzehnt die entscheidende Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung der Insel spielt. Im Landesinneren betreiben die meisten Bewohner Ackerbau und Viehzucht, während in den Küstengebieten Fischfang betrieben wird.

Mit dem Schiff gelangt man zu der längsten Schlucht Europas..
Es gibt aber auch noch traditionelle Berufe, die oft parallel zu einem anderen Erwerb ausgeübt werden, so beispielsweise die uralte Töpfer- und Webkunst. Besondere Bedeutung hat auch die Weinlese im September und die Herstellung von süffigen Wein. Manche Kreter stellen nebenbei noch ihren eigenen Raki oder Tsikoudia her. Liebhaber von Ziegen- und Schafsmilchprodukten kommen besonders auf ihre Kosten. Auf der gesamten Insel gibt es nämlich nur etwa 300 Kühe, so daß Rinderprodukte äußerst rar sind und demzufolge ihren Preis haben. Ein gefragter Exportartikel sind die auf Kreta angebauten Oliven, die zu Recht als die besten der Welt bezeichnet werden. Sämtliche Olivenbäume auf der Insel sind im Privatbesitz, und die ganze Familie ist mit der Vermarktung dieser Früchte beschäftigt. Olivenöl, eingelegte Oliven verschiedener Art und Olivenseife gehören zu den Souvenirs, auf deren Kauf der Tourist selten verzichtet.
Übrigens ist Kreta zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, auch wenn der Winter nicht gerade zu einem Bad im glasklaren Wasser des Meeres einlädt. Ausgedehnte Spaziergänge, der Besuch kultureller Sehenswürdigkeiten und eine Entdeckungsreise auf kulinarischem Gebiet - die Speisen sind anders als in Deutschland, aber gut - locken auch in den Wintermonaten zahlreiche Besucher auf Kreta. Schließlich ist Überwintern in Deutschland teurer. Urlaub schon geplant oder gebucht? Wenn nicht, wie wäre es mit einer Reise auf die bezaubernde Insel.

Sie werden es nicht bereuen!

 

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