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SachsenTip
  Die Urlaubs- und Erlebnisinsel Malta

Stand: 25. Oktober 2000

Im Herzen des Mittelmeeres gelegen präsentiert sich Malta mit zahlreichen Sand- und Felsbadestränden, kleinen Buchten, kobaltblauen Häfen, bunten Fischerbooten und gewaltiger Festlandsarchitektur und mit einem abwechslungsreichen Freizeitangebot dem Touristen. Bernsteinfarbene Steinhäuser, beeindruckende Felsklippen, hügelige Landschaft und die von arabischen, italienischen und britischen Einflüssen geprägte Mentalität der Bewohner bestimmen den ganz besonderen Charme der Insel. Die günstige geographische Lage mit ihrem angenehm mediteranen Klima sorgt dafür, daß hier von April bis Oktober Badesaison ist. Malta ist auch bekannt durch seine zahlreichen Feste, die mit Fröhlichkeit und enormer Lautstärke begangen werden. Dabei kommt auch die kulinarische Seite der Insel zu ihrem Recht. Gefüllte Blätterteigtaschen, Pfefferwürstchen, Fische und Schalentiere, Kaninchen- und Rindsbraten sowie alle möglichen Variationen von Nudelgerichten bieten dann eine gehörige Portion von Gaumenfreuden. Rot- und Weißwein, auf dessen Qualität die Malteser zu Recht stolz sind, wird zum Essen reichlich getrunken.
Eine der zahlreichen Buchten... Wer Malta bereist, der sollte sich vorher etwas mit der Geschichte vertraut machen, die bereit 5000 bis 800 v.Chr. beginnt. Die erste menschliche Besiedlung datieren Forscher vor etwa 7000 Jahren. Das archäologische Museum in Valletta birgt Tonscherbenfunde aus dieser Zeit. Besonders aktive Siedlungstätigkeit wird während des Kupferzeitalters zwischen 4100 und 2500 v. Chr. vermutet. Damals kamen einfache Bauern vom benachbarten Sizilien, die ihre Steinwerkzeuge mitbrachten.
Schon zu jener Zeit entstanden beeindruckende Tempelanlagen wie die Megalith-Tempel von Hagar Qim, Ggantija und Mnaijdra, die als die ältesten Steingebäude der Menschheitsgeschichte gelten. Allerdings endete das Kupferzeitalter auf Malta etwa 2600 Jahre v.Ch. abrupt. Der Grund dafür ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen, doch es gibt Theorien, daß diese intelligente und religiöse Kultur Opfer einer Invasion oder eines Massenselbstmordes geworden ist. Später dann hinterließen Phönizier und Karthager, Byzantiner und Araber sowie der Johanniterorden ihre Spuren.

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems, die das 16. Jahrhundert im Mittelmeerraum durchzogen, spielte Malta eine zentrale Rolle. Und mit dem Ende der Großen Belagerung begann die neuere Geschichte der Insel. Dazu gehört auch die französische Regentschaft - Napoleon blieb allerdings nur sechs Tage in Malta - und die Herrschaft der Engländer. 1964 wurde Malta Mitglied der Vereinten Nationen und trat 1965 dem Europäischen Rat bei. In den folgenden Jahren wurde Malta als Urlaubsland immer beliebter, und heute bildet der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Für die Unterbringung der Gäste ist bestens gesorgt. Zur Auswahl stehen neben Hotels auch Appartements und Pensionen. Wer allerdings Land und Leute etwas näher kennenlernen möchte, der sollte als zahlender Gast bei einer maltesischen Familie wohnen. Auch Sprachferien können gebucht werden. Eine gute Gelegenheit, die Englischkenntnisse aufzupolieren oder auch nur Grundkenntnisse zu erwerben, zumal die Sprachschulen so ganz nebenbei auch kulturelle Aktivitäten und ein ausgedehntes Freizeitprogramm anbieten.

Sonne pur, Strand und Wasser sind zwar Garant für einen schönen Urlaub, doch wer Malta besucht, sollte sich nicht nur auf Sonnenbaden und Wassersport beschränken, schließlich hat die Insel weit mehr zu bieten. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die drei Ortschaften Attard, Lija und Balzan, im Volksmund auch "die drei Dörfer" genannt. Sie liegen in der Inselmitte dicht beieinander und sind heute zu einer Stadt zusammengewachsen. Der 1575 gegründete Ort Attard beherbergt die Gemeindekirche "Santa Marija", die von einem der besten Architekten Maltas im Renaissancestil erbaut wurde. Sehenswert sind auch die Gärten von San Anton Palace, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts auf Befehl eines französischen Ordensgroßmeisters entstanden. In Valletta...
Heute ist zwar nur ein Teil der Anlage zugänglich, doch er beherbergt eine Fülle von botanischen Kostbarkeiten wie Palmen, Palisander, Pinien, Zitrus-, Avocado- und Bambusbäume. In Lija befindet sich eine der besten Galerie Maltas, die "Melitensia Art Gallery", und den Hauptplatz von Balzan wird von der Barockkirche "Annunciation" beherrscht. Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts nach einer überstandenen Seuche erbaut.

Malerische Buchten und kleine Fischerorte bereichern das Flair der Insel. Und der größte Fischereihafen Maltas ist gleichzeitig einer der schönsten Häfen der Insel. Die alten bunten Häuser sind nicht mehr als drei Stockwerke hoch. Am Quaio sitzen Fischer und flicken nach alter Tradition Netze oder bieten die Ausbeute des frühen Morgens an. Stände, an denen Souvenirs und Handarbeiten verkauft werden, sind ebenfalls zahlreich vorhanden. Im Wasser tummeln sich die bunt angestrichenen Fischerboote, sogenannte Iuzzus, die typisch für Malta sind. Das Bug mit dem Auge der Osiris verziert. Dieses soll nach altem phönizischem Glauben den Fischern helfen, Gefahren auf See rechtzeitig zu erkennen. Versäumen sollten Touristen auf keinen Fall den jeweils sonntags stattfindenden großen Fischmarkt.

Wachturm am Mittelmeer... Die alte Hauptstadt Maltas gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Inseln. Auf einem 190 m hohen Hügel im südwestlichen Landesinnern erbaut, bietet sie einen fantastischen Rundblick über die gesamte Insel bis zu den Küstenstreifen. Ihr unverwechselbares Gesicht mit den von einem tiefen Stadtgraben umgebenen wuchtigen Festungsmauern erhielt Mdina von den Römern und Arabern.
Die kleinen Gäßchen mit zahlreichen mittelalterlichen Häusern vermitteln eine Atmosphäre, die den Besucher in die Vergangenheit versetzt. In Mdina haben Fußgänger Priorität, und nur die Fahrzeuge der wenigen Bewohner dürfen in die Stadt hinein. Zahlreiche Barockbauten und weitere historische Gebäude, die bis ins frühe 14. Jahrhundert zurückgehen, und eine Grotte, in welcher der Apostel Paulus während seines dreimonatigen Aufenthaltes auf Malta gepredigt haben soll, sind eine Besichtigung wert.

Zu den bekanntesten Badestränden der Inselgruppe gehören auf Malta unter anderem Sliema/St. Julian´s/St. George´s Bay, St. Paul´s Bay, Bugibba, Mellieha Bay und die Marfa Halbinsel. Sie bieten eine gut ausgebauten Infrastruktur, während die Badestrände auf Gozo, die aus zahlreichen kleinen Buchten bestehen, nur gut zum Schwimmen und Sonnenbaden geeignet sind. Auf Grund des klaren Wassers und der üppigen Meeresfauna und -flora gehört Tauchen zu den bevorzugten Sportarten der Bewohner und Touristen. Bootsfahrten und Windsurfing stehen ebenfalls hoch im Kurs der Gäste. Lust bekommen auf einen Urlaub in Malta? Dann nicht wie hin zum nächsten Reisebüro. Hier gibt es für jeden Geschmack die passende Reise.

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